Hofchronik und ein Bisschen mehr

 

Es war einmal vor langer langer Zeit...
so fangen alle Märchen und auch manch schöne traditionelle Geschichten an.
Und so trug es sich zu, dass Anna Bacher den ihr vererbten Hof Außergonig 1883 verkaufte um den Bauern Andreas Gantschnig in Schlaiten zum Ehemann zu nehmen.
Die Käufer des Hofes waren die Geschwister Isidor und Johanna Klaunzer aus Matrei und so hielt die Familie Klaunzer Einzug auf diesem Hof.
Johanna, eine ledige Frau, zog ihren Sohn Sylvester alleine auf, was ihr das Leben in der damaligen Zeit nicht einfacher machte.

 

 

Als Sylvester 26 Jahre jung war, entschied Johanna, dass er nun der alleinige Hofbesitzer sein sollte und vererbte ihm das ganze Gut.


Zwei Jahre später verliebte sich Sylvester in die wunderschöne Maria Holzer aus St. Johann.


Sie heirateten und aus ihrer Liebe entstand eine Großfamilie:
4 Buben und 3 Mädchen schenkte Maria das Leben.

Die älteste Tochter Balbine (*1908) blieb ledig und zeitlebens auf dem elterlichen Hof.

 

Der älteste Sohn namens Alois (*1907) heiratete mit 36 Jahren Cäcilia Gomig, die zu der Zeit gerade einmal 22 Jahre jung war.
Cäcilia gebar ihrem Mann Alois zwei gesunde Kinder.

 

Alois jr. erblickte 1943 das Licht der Welt und ein Jahr darauf folgte seine Schwester Maria.
Alois und seine Frau Cäcilia waren sehr kinderliebe Menschen und so entschieden sie sich, Paula, die erst wenige Wochen alt war, 1948 zu adoptieren. 1958 wurde der zweijährige Hans-Peter

ebenfalls in die  Familie aufgenommen.


Zwischenzeitlich erbte Sohn Alois den Hof von seinem Vater Sylvester und wurde alleiniger Hofbesitzer.

 

Da das alte Wohnhaus schon recht baufällig war, beschlossen Alois und Cäcilia ein neues Wohnhaus zu bauen.
Im Herbst 1960 begannen sie mit dem Grundaushub, zu dieser Zeit noch mit Pickel und Schaufel.
Im Frühjahr 1961 begann der Hausbau.
Das Baumaterial wurde per LKW bis Schlaiten transportiert und da es zu der damaligen Zeit nur einen Weg für Pferdefuhrwerke gab, wurde es in einen Materialaufzug umgeladen und an die Baustelle transportiert.  Behördengänge nach Lienz wurden in dieser Zeit zu Fuß zurück gelegt und erledigt.

Endlich, im Herbst 1964 wurde das Wohnhaus bezugsfertig.


Das neue Bauernhaus in wunderschöner Lage wurde von Gästen aus Ainet entdeckt und so geschah es, dass der Hof seine aller ersten Gäste aufnahm. Spontan und ohne zu zögern bewirteten Cäcilia und Paula die Gäste - es waren viere an der Zahl.
Cäcilia und der Rest der Familie bewohnten in dieser Zeit das "alte Wohnhaus" und so ergab es sich, dass das neu erbaute Bauernhaus mehr und mehr als Herberge für Gäste diente.

 

Alois jr. verliebte sich in die fesche Taxertochter Maria Tiefenbacher vom Schlossberg in Lienz.


1967 gaben sie sich das "Ja-Wort" und aus ihrer Liebe gebar Maria 1968 die gemeinsame Tochter Andrea.
Im Jahre 1971 bekam Andrea einen Bruder namens Gerhard, zur großen Freude der Eltern.

 

 

Alois jr. entschloss sich in den siebziger Jahren den 2. Stock des Hauses auszubauen,

um die Kapazität der Gästezimmer zu erhöhen.
Und so geschah es, dass aus dem ursprünglichen Wohnhaus eine gut besuchte Gästepension entstand.
Zunächst gab es Etagen WC`s und Dusche, was dem Charme der Pension keinen Abbruch tat.
1988 entstanden dann die ersten Komfort-Zimmer. Mit viel Liebe, Arbeit und Fleiß wurde in dieser Zeit ein treuer Gästestamm aufgebaut, dem die Pension seinen Erfolg verdankt.

 

1990 geschah ein großes Unglück und Alois jr. verunglückte tödlich.
Seine liebende Frau Maria und ihr Sohn Gerhard, damals gerade mal 19 Jahre jung, übernahmen die komplette Verantwortung für den Hof und die Pension. Das Werk des geliebten Mannes und Vaters sollte weiter geführt werden. In den folgenden Jahren wurden immer wieder Investitionen wie z.B. Ausbau der Küche, weitere Komfortzimmer, Fassade, Heizung etc. getätigt, damit die Gäste sich wohl fühlen.

Im Jahre 2004 wurden alle  Zimmer und Gänge von Grund auf neu ausgebaut und gestaltet, im Zuge des Umbaus plante Gerhard sein Eigenheim und verband beide Häuser mit einem Trakt.
In diesem Zwischentrakt fanden der sehr gemütliche Weinkeller, ein Saunabereich, der zum Entspannen und ausruhen einläd, ein weiterer Aufenthaltraum und zwei neue Gästezimmer ihren Platz. 

Ein neues Qualitätsniveau hielt im Schoberblick Einzug.


Im Winter 2011 wurde an der Südseite ein neuer Speiseraum errichtet und die Gäste des Schoberblicks können hier nicht nur den sensationellen Blick auf den Schober genießen, sondern auch ihr Frühstück einnehmen.

  

 

 

Die kleinen Gäste haben einen hohen Stellenwert in der Pension, zumal Gerhard mit seiner Frau Nicole,

selbst Eltern zweier entzückender Töchter wissen, was kleine Menschen glücklich macht.

 

So entstand 2012 ein Kinderspielplatz inmitten der traumhaften Natur.

Auch künftig ist es unser Ziel und Bestreben, Bestehendes zu pflegen, Neues zu schaffen und die Tradition einer familiengeführten Pension aufrecht zu erhalten.

 

Wir möchten unseren Gästen ihren Urlaub so angenehm wie möglich gestalten und freuen uns auf all das was noch kommt.

 

Schoberblick ist ein Stückerl Heimat in einer atemberaubenden Kulisse und hier oben

sind wir dem Himmel einfach näher.

 

Ihre

Familie Klaunzer